Bericht zum 5. Mobilitäts-Rat

Am 7. Januar 2026 fand der 5. Mobilitäts-Rat Neukölln statt. Neben dem Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln (NFN) nahmen auch noch die Verkehrsinitiativen ADFC Neukölln und FUSS e.V. teil.
Die Präsentation und später das Protokoll sind über die Bezirksseite abrufbar.

Hermannstraße

Der zweite Bauabschnitt (BA) der Hermannstraße – von der Thomasstraße bis zur Werbelinstraße – ist laut Bezirksamt abgeschlossen.
Die Bauplanunterlagen für den dritten Bauabschnitt (von der Flughafenstraße bis zum Hermannplatz) sollen im ersten Quartal 2026 erstellt werden. Aktuell wird noch die Finanzierung aus dem Landeshaushalt geklärt.

Auch die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Hermannstraße / Thomasstraße ist Teil dieses dritten Bauabschnitts und soll voraussichtlich noch in diesem Jahr angegangen werden.

Fahrradstraße die Erste: Benda-Britzke-Rungiusstraße

Nach Angaben des Bezirksamt plant die InfraVelo GmbH eine Fahrradstraße auf der Bendastraße (ab Silbersteinstraße), über die Britzkestraße zur Rungiusstraße. Diese Planung deckt sich mit einem Teil der von SenMVKU eingestellten Y-Trasse (Radschnellverbindung 1).

Die Planungen befinden sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium. Das Bezirksamt rechnet derzeit nicht damit, dass vor 2028 mit den Bauarbeiten begonnen wird.

Auf unsere Nachfrage zum Lückenschluss von der bestehenden Fahrradstraße in der Ilsestraße zur Bendastraße verwies das Bezirksamt auf die schwierige Situation am Eduard-Müller-Platz und an der Hertabrücke. Laut Bezirksamt lehnt die BVG eine Fahrradstraße auf der Hertabrücke ab, da diese von der Buslinie 377 befahren wird.

Damit bleibt die Querung der Silbersteinstraße an der Bendastraße weiterhin ein gefährlicher Punkt für den Fuß- und Radverkehr.

Bild: Vorgesehene Route, Ausschnitt aus der Präsentation des Bezirksamts

Fahrradstraße die Zweite: Donaustraße

Auch bei der geplanten Fahrradstraße in der Donaustraße befindet sich das Projekt noch in einer sehr frühen Planungsphase. Die Strecke ist – bis auf ein kurzes Teilstück am Stadtbad Neukölln – durchgehend asphaltiert. Der Bezirk hat hierfür Unterstützung bei der SenMVKU beantragt.

Bild: Vorgesehene Route, Ausschnitt aus der Präsentation des Bezirksamts

Verkehrsberuhigung im Schillerkiez

Die ersten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Schillerkiez sollen in Kürze starten. Geplant sind unter anderem:

  • die Umsetzung gegenläufiger Einbahnstraßen in der Weisestraße
  • eine nach Norden führende Einbahnstraße mit Radverkehrsanlage in der Fontanestraße (Mahlower Straße bis Flughafenstraße)
  • sowie eine neue Verkehrsführung im nördlichen Teil des Herrfurthplatzes.

Dort soll der Kfz-Verkehr künftig über den südlichen Teil des Platzes geführt werden, während der Radverkehr den nördlichen Teil nutzt. Wie das vorhandene Kopfsteinpflaster dafür fahrradfreundlich ertüchtigt werden soll, konnte das Bezirksamt noch nicht konkret benennen.

Ausschnitt aus der Präsentation des Bezirksamts

Grüner Weg

Auf Nachfrage des NFN zum Grünen Weg – der direkten Verbindung von der Kreuzung Hermannstraße / Thomasstraße zum Tempelhofer Feld – erklärte das Bezirksamt, gemeinsam mit dem Grünflächenamt eine Planung auflegen zu wollen. Ziel ist die Schaffung eines getrennten Fuß- und Radwegs mit gut befahrbarem Untergrund für den Radverkehr.

Der direkt angrenzende Anita-Berber-Park wird in diese Planung jedoch nicht einbezogen, da er von der Autobahn GmbH verwaltet wird.

Dammweg

Der Gehweg am Dammweg soll 2026 von der Straßenunterhaltung instand gesetzt werden. Aufgrund zahlreicher Baumwurzeln ist die bestehende Radverkehrsanlage in einem sehr schlechten Zustand. Sie soll daher künftig auf die Fahrbahn verlegt werden.

Die SenMVKU befindet sich hierzu in Abstimmung mit der BVG. Da sich die Planung für die neue Radverkehrsanlage noch verzögern kann, ist zunächst mit einer Übergangslösung zu rechnen.

Bild: Ausschnitt aus der Präsentation des Bezirksamts

Bedarfsampel U-Bhf Karl-Marx-Straße

Das vom NFN eingebrachte Thema einer Bedarfsampel für den Fuß- und Radverkehr am Herrnhuter Weg über die Karl-Marx-Straße wurde bereits vor dem Mobilitäts-Rat zwischen Bezirk und SenMVKU besprochen. Beide Seiten sehen dort ein Problem durch das hohe Aufkommen an Zufußgehenden, da das manuelle Anfordern der Ampel häufig übersehen wird.

Als Lösung soll künftig eine automatische Umschaltung der Ampel umgesetzt werden.

Baumarkierungen Karl-Marx-Straße

Die Baumarkierungen auf der Karl-Marx-Straße stadtauswärts zwischen der Delbrückstraße und der Glasower Straße wurden vom Senat im Zuge der Bauarbeiten an der Brücke Niemetzstraße unter den Gleisen angelegt. Inzwischen sind diese Markierungen jedoch stark abgenutzt und nur noch schwer erkennbar. Zusätzlich werden sie regelmäßig zugeparkt, sodass Radfahrende auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Laut Bezirk entspricht die Markierung des Radstreifens zudem nicht den geltenden Leitlinien des Senats. Der Bezirk hat den Senat daher aufgefordert, die Planung noch einmal zu überarbeiten.

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